DO. 01.12.11 Der letzte Monat im Jahr

Am 21. September 1897 wurde in der Zeitung New York Sun dieser Brief abgedruckt:

Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt.Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.Papa sagt: "Wenn du es in der Sun siehst, ist es so."Bitte sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es einen Weihnachtsmann?Virginia O’Hanlon.115 West Ninety-fifth Street.

Die Antwort des Redakteurs erschien in der gleichen Ausgabe:

Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, was ihr kleiner Verstand nicht fassen kann. Der Verstand, Virginia, sei er nun von Erwachsenen oderKindern, ist immer klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her einbloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist...

Für den einen ist die Weihnachtszeit mit ihren ganzen Geschichten, Plätzchen und Liedern wunderbar, ein anderer denkt mit Grauen an sie. Wenn man sie aber als Zeit versteht, in der wir unserem allgegenwärtigen Superverstand, der immer alles einordnet und abschätzt, mal nicht so viel Bedeutung beimessen zugunsten des Fühlens, dann bringt uns die Weihnachtszeit mitten in die Distillery. Durch Musik lässt sich bekanntermaßen der Verstand bestens ausschalten (zur Not tut ein Drink an der Bar den Rest) und das Herz öffnet sich ganz von selbst, wenn die Bässe wummern, Beats kicken, Melodien sich verspielt im Raum ausbreiten, Funk slammt und Synths schwingen. Sosind die Nächte laut und durchtanzt statt still und heilig. Ihr wisst, was besser ist.

Frohe Feste und nur das Beste für 2012!

distillery.de